Geprüft: Juli 2026, aktualisiert nach der neuen GKV-Vergütung zum 1. Juli 2026.
Was kostet Fußpflege? Diese Frage höre ich in meiner Praxis fast täglich, und ich beantworte sie hier so ehrlich wie am Empfangstresen. Die kurze Antwort: Eine medizinische Fußpflege (podologische Komplexbehandlung) kostet bei uns als Selbstzahler ab 65 Euro. Mit ärztlicher Verordnung übernimmt Ihre Krankenkasse die Behandlung, Sie leisten nur die gesetzliche Zuzahlung von wenigen Euro. Der genaue Preis hängt von drei Dingen ab: dem Zustand Ihrer Füße, dem Umfang der Behandlung und der Frage, ob Sie ein Rezept haben. In diesem Artikel zeige ich Ihnen unsere komplette Preisliste, die neue Vergütung der Krankenkassen seit dem 1. Juli 2026 und eine konkrete Beispielrechnung für Ihre Zuzahlung.
Das Wichtigste in Kürze
- Medizinische Fußpflege kostet bei uns als Selbstzahler ab 65 Euro (podologische Komplexbehandlung), alle Preise stehen offen in unserer Preisliste
- Seit dem 1. Juli 2026 vergütet die gesetzliche Krankenkasse dem Podologen 51,92 Euro für die große podologische Behandlung (Quelle: GKV-Spitzenverband)
- Auf Rezept zahlen Sie nur die gesetzliche Zuzahlung: 10 Prozent der Kosten plus 10 Euro je Verordnung
- Diabetiker und Menschen mit Nervenschäden haben oft Anspruch auf Podologie auf Rezept
- Vorsicht bei auffällig billigen Angeboten: Wer dauerhaft weit unter dem Kassensatz arbeitet, spart meist an Hygiene oder Zeit
Was kostet Fußpflege? Die ehrliche Antwort vorab
Fußpflege kostet je nach Art der Behandlung und Zustand der Füße unterschiedlich viel: Eine kosmetische Fußpflege ist günstiger, eine medizinische Fußpflege beim Podologen beginnt in unserer Praxis bei 65 Euro und wird mit Rezept zur Kassenleistung. Einen einzigen Festpreis für alle gibt es nicht, und das hat einen guten Grund. Ein gesunder Fuß, der einmal gründlich gepflegt werden soll, braucht weniger Zeit als ein Fuß mit dicken, verpilzten Nägeln, tiefen Schrunden und Hühneraugen.
Drei Faktoren bestimmen den Preis: erstens der Befund, also was an Haut und Nägeln tatsächlich zu tun ist. Zweitens der Zeitaufwand, denn eine gründliche Behandlung dauert bei uns deutlich länger als eine schnelle Kosmetik-Sitzung. Drittens die Kostenübernahme: Selbstzahler, Privatpatient oder gesetzlich Versicherter mit Heilmittelverordnung zahlen jeweils anders. Genau deshalb gehe ich in diesem Artikel alle drei Wege einzeln durch.
Fußpflege Kosten als Selbstzahler: unsere Preisliste im Überblick
Als Selbstzahler kostet die podologische Komplexbehandlung in unseren Berliner Praxen ab 65 Euro, einzelne Behandlungen wie die Hühneraugen-Entfernung beginnen bei 50 Euro. Ich veröffentliche unsere Preise vollständig im Netz, weil ich finde, dass niemand erst im Behandlungsstuhl erfahren sollte, was auf ihn zukommt. Hier ein Auszug aus unserer aktuellen Preisliste:
| Behandlung | Preis (Selbstzahler) |
|---|---|
| Podologische Komplexbehandlung | ab 65 € |
| Hühneraugen entfernen | 50 € |
| Klassische Nagelpilzbehandlung | 55 € |
| Warzen entfernen (klassisch) | 50 € |
| Eingewachsener Zehennagel (Teilresektion) | 79 € |
| Spangenbehandlung / Nagelkorrektur | ab 120 € |
| Kaltplasma-Therapie gegen Nagelpilz (1 Sitzung) | 75 € |
Das „ab“ ist kein Verkaufstrick, sondern Ehrlichkeit: Der Endpreis steht erst fest, wenn ich Ihre Füße gesehen habe. Bei der Komplexbehandlung sind Fußbad, Nagelbearbeitung, Hornhautabtragung und Pflege bereits enthalten. Warum ich diese Transparenz für Pflicht halte, habe ich in einem eigenen Artikel über Preistransparenz in der Podologie aufgeschrieben.
Neu seit 1. Juli 2026: Was die Krankenkasse dem Podologen vergütet
Seit dem 1. Juli 2026 gelten neue, bundesweit einheitliche Vergütungssätze der gesetzlichen Krankenkassen für Podologie, die große podologische Behandlung wird jetzt mit 51,92 Euro vergütet. Diese Zahlen sind öffentlich, kaum jemand kennt sie, und genau deshalb zeige ich sie Ihnen: Sie sind der beste Maßstab dafür, was eine fachgerechte Behandlung wirklich kostet. Die Anhebung ist die zweite von zwei Stufen um jeweils 3,18 Prozent, die der GKV-Spitzenverband und die Podologie-Verbände 2025 vereinbart haben (Quelle: 90 Prozent, das E-Magazin des GKV-Spitzenverbandes).
| Leistung (Position) | Vergütung ab 01.07.2026 | davon Zuzahlung je Behandlung |
|---|---|---|
| Podologische Behandlung, klein (78010) | 36,10 € | 3,61 € |
| Podologische Behandlung, groß (78020) | 51,92 € | 5,19 € |
| Podologische Befundung (78030) | 3,57 € | 0,36 € |
| Eingangsbefundung (78040) | 23,11 € | 2,31 € |
| Nagelspangenbehandlung (78610) | 57,20 € | 5,72 € |
Interessant ist auch, wie sich der Betrag zusammensetzt: Von den 51,92 Euro für die große Behandlung entfallen laut Vergütungsvereinbarung 36,88 Euro auf die therapeutische Leistung, 9,52 Euro auf Vor- und Nachbereitung samt Dokumentation und 5,52 Euro auf Sachkosten für die Aufbereitung von Raum und Instrumenten. Die Krankenkassen rechnen also selbst ein, dass Hygiene und Dokumentation Geld kosten. Das sollten Sie im Hinterkopf haben, wenn Ihnen irgendwo eine „medizinische Fußpflege“ für einen Bruchteil dieses Betrags angeboten wird.
Was kostet medizinische Fußpflege auf Rezept? Ihre Zuzahlung konkret
Mit einer Heilmittelverordnung zahlen Sie für die medizinische Fußpflege nur die gesetzliche Zuzahlung: 10 Prozent der Behandlungskosten plus 10 Euro Rezeptgebühr je Verordnung (Quelle: IQWiG, gesundheitsinformation.de). Den Rest rechnet die Praxis direkt mit Ihrer Krankenkasse ab. Wie Sie an eine solche Verordnung kommen, erkläre ich Schritt für Schritt im Artikel Podologie auf Rezept.
Rechnen wir das einmal ehrlich durch, mit den seit Juli 2026 gültigen Sätzen: Ihr Arzt verordnet sechs große podologische Behandlungen. Die Kasse vergütet dafür 6 mal 51,92 Euro, also 311,52 Euro. Ihre Zuzahlung beträgt 10 Prozent davon (31,15 Euro) plus 10 Euro Verordnungsgebühr, zusammen rund 41 Euro für sechs professionelle Behandlungen. Zum Vergleich: Als Selbstzahler kämen Sie für denselben Umfang auf mehr als das Zehnfache. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Versicherte mit Zuzahlungsbefreiung zahlen gar nichts. Auch das steht übrigens in der Vergütungsliste: Für die Fertigung der Nagelkorrekturspange fällt grundsätzlich keine Zuzahlung an.
Was kostet die Fußpflege für Diabetiker?
Für Diabetiker mit diabetischem Fußsyndrom ist die podologische Behandlung in aller Regel eine Kassenleistung, es bleibt nur die gesetzliche Zuzahlung von 10 Prozent plus 10 Euro je Rezept. Die Krankenkassen übernehmen die Behandlung bei Fußschäden durch Diabetes, aber auch bei Nervenschäden anderer Ursache und bestimmten weiteren Diagnosen (Quelle: IQWiG). Unsere Praxis ist nach § 124 SGB V durch alle Krankenkassen zugelassen, wir rechnen die diabetische Fußbehandlung also direkt mit Ihrer Kasse ab.
In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, dass gerade Diabetiker aus Kostenangst zu selten zur Fußpflege kommen, dabei ist es genau umgekehrt: Für sie ist die regelmäßige Behandlung am besten abgesichert und medizinisch am wichtigsten. Eine randomisierte Studie im Fachjournal Diabetes Care zeigte, dass regelmäßige podologische Betreuung das Risiko erneuter Fußgeschwüre bei Diabetikern etwa halbierte (relatives Risiko 0,52, Plank et al. 2003). Warum die konsequente Vorsorge am Ende sogar Geld spart, lesen Sie in meinem Beitrag zur Kosten-Nutzen-Rechnung der Podologie und im Artikel darüber, warum regelmäßige Podologie für Diabetiker so wichtig ist.
Kosmetische oder medizinische Fußpflege: Woher kommt der Preisunterschied?
Medizinische Fußpflege kostet mehr als kosmetische Fußpflege, weil dahinter eine zweijährige staatliche Ausbildung, strenge Hygienevorschriften und die Behandlung kranker Füße stehen. Ein Fußpflege-Studio darf gesunde Füße verschönern. Sobald aber Nagelpilz, eingewachsene Nägel, Diabetes oder Durchblutungsstörungen im Spiel sind, beginnt die Arbeit am kranken Fuß, und die gehört in podologische Hände. Die Unterschiede habe ich ausführlich im Artikel Podologe vs. Fußpflege erklärt.
Im Preis einer podologischen Behandlung stecken Dinge, die man als Patient nicht sieht: die Sterilisation jedes einzelnen Instruments im Autoklaven, die Einmalmaterialien, die Befunddokumentation, die Fortbildungspflicht und die Kassenzulassung. Der Bedarf an dieser Qualität wächst übrigens messbar: Nach dem Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK stieg der Umsatz der podologischen Therapie zwischen 2014 und 2023 auf das 2,5-Fache, ein Plus von 146 Prozent, so stark wie in keinem anderen Heilmittelbereich (Quelle: WIdO, Heilmittelbericht 2024).
„Ein seriöser Preis in der Fußpflege ist kein Bauchgefühl, sondern nachrechenbar: Die Krankenkassen vergüten seit Juli 2026 selbst 51,92 Euro für eine große podologische Behandlung. Wer dauerhaft weit darunter anbietet, spart zwangsläufig an Zeit, Material oder Hygiene, und das geht immer zu Lasten des Patienten.“
— Beata Taha, staatlich geprüfte Podologin
Woran Sie seriöse Fußpflege Preise erkennen
Seriöse Fußpflege Preise erkennen Sie an einer offen einsehbaren Preisliste, einem Preis nach Befund statt Lockangeboten und an der Kassenzulassung der Praxis. Aus meiner täglichen Praxiserfahrung habe ich eine einfache Checkliste für Sie:
- Öffentliche Preisliste: Die Preise stehen auf der Website oder hängen in der Praxis aus, nicht erst auf Nachfrage.
- Preis nach Befund: Ein „ab“-Preis mit Begutachtung ist ehrlicher als ein Pauschalpreis, der jeden Fuß gleich behandelt.
- Kassenzulassung: Die Zulassung nach § 124 SGB V bedeutet geprüfte Ausbildung, geprüfte Praxisausstattung und geprüfte Hygiene.
- Plausibler Preis: Deutlich unter dem Kassensatz von 51,92 Euro für eine vollwertige medizinische Behandlung geht rechnerisch nur mit Abstrichen.
- Keine versteckten Zuschläge: Was die Behandlung umfasst, wird vorher gesagt, nicht hinterher berechnet.
Meine Haltung dazu ist seit Jahren dieselbe: Ich möchte, dass Sie vor dem ersten Termin wissen, was auf Sie zukommt. Deshalb stehen unsere Preise vollständig online, deshalb erkläre ich Ihnen vor jeder Behandlung, was ich tue und was es kostet, und deshalb schreibe ich Artikel wie diesen. Preistransparenz ist für mich kein Marketing, sondern Respekt vor Ihrer Entscheidung. Wenn eine Behandlung aufwendiger wird als gedacht, besprechen wir das, bevor ich weitermache, nicht an der Kasse.
Fußpflege Preise in der Nähe: So ordnen Sie Angebote in Berlin ein
Wer „Fußpflege Preise in der Nähe“ sucht, findet in Berlin eine große Spanne, doch für Kassenpatienten ist der Preis überall gleich: Die GKV-Vergütung gilt bundesweit einheitlich, in Steglitz genauso wie in jedem anderen Bezirk. Unterschiede gibt es nur bei Selbstzahler-Preisen, und dort lohnt der Blick auf die Leistung dahinter: Was ist in der Behandlung enthalten? Wie viel Zeit wird eingeplant? Ist die Praxis kassenzugelassen? Ein reiner Preisvergleich ohne diese Fragen führt in die Irre.
Unsere beiden Praxen finden Sie in Berlin Steglitz (Rheinstraße 29) und Berlin Lichterfelde (Heinersdorfer Straße 17), beide mit denselben Preisen und derselben Kassenzulassung. Privatversicherte finden alle Details zur Abrechnung im Beitrag Podologie für Privatpatienten in Berlin. Und wer noch tiefer in das Thema einsteigen möchte: Einen Überblick über alle Behandlungen gibt unsere Seite Leistungen, die Grundlagen für Selbstzahler habe ich bereits im Artikel Fußpflege-Kosten für Selbstzahler beschrieben.
Fazit: Was kostet Fußpflege? Transparenz statt Überraschung
Was kostet Fußpflege also unterm Strich? Als Selbstzahler beginnt die medizinische Fußpflege bei uns bei 65 Euro, einzelne Behandlungen schon bei 50 Euro. Mit Rezept schrumpfen Ihre Kosten auf die gesetzliche Zuzahlung, in unserem Rechenbeispiel rund 41 Euro für sechs Behandlungen. Und seit dem 1. Juli 2026 wissen Sie sogar auf den Cent genau, was die Krankenkasse dem Podologen vergütet: 51,92 Euro für die große Behandlung. Mein Rat: Misstrauen Sie Preisen, die deutlich darunter liegen, fragen Sie nach der Kassenzulassung und lassen Sie sich den Preis vor der Behandlung nennen. Genau so machen wir es in unseren Praxen, jeden Tag.
Häufige Fragen zu Fußpflege Kosten
Was kostet eine medizinische Fußpflege beim Podologen?
Eine medizinische Fußpflege (podologische Komplexbehandlung) kostet in unserer Berliner Praxis als Selbstzahler ab 65 Euro, inklusive Fußbad, Nagelbearbeitung, Hornhautabtragung und Pflege. Der genaue Preis richtet sich nach dem Befund Ihrer Füße. Mit ärztlicher Heilmittelverordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten bis auf die gesetzliche Zuzahlung.
Wann zahlt die Krankenkasse die Fußpflege?
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die podologische Behandlung, wenn ein Arzt sie per Heilmittelverordnung verschreibt. Das ist möglich bei Fußschäden durch Diabetes (diabetisches Fußsyndrom), bei Nervenschäden anderer Ursache, nach Rückenmarksverletzungen und bei bestimmten Nagelproblemen wie dem eingewachsenen Zehennagel mit Spangenbehandlung. Es bleibt nur die gesetzliche Zuzahlung.
Was kostet Fußpflege für Diabetiker?
Diabetiker mit diabetischem Fußsyndrom erhalten die podologische Behandlung in der Regel auf Rezept. Sie zahlen dann nur die gesetzliche Zuzahlung: 10 Prozent der Behandlungskosten plus 10 Euro je Verordnung, bei sechs großen Behandlungen sind das nach den Sätzen ab Juli 2026 rund 41 Euro. Zuzahlungsbefreite Versicherte zahlen nichts.
Wie hoch ist die Zuzahlung bei Fußpflege auf Rezept?
Die Zuzahlung beträgt 10 Prozent der Behandlungskosten plus 10 Euro Rezeptgebühr je Verordnung. Bei einer großen podologischen Behandlung sind das seit dem 1. Juli 2026 genau 5,19 Euro pro Termin. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Versicherte mit Zuzahlungsbefreiung sind davon ausgenommen.
Warum ist medizinische Fußpflege teurer als kosmetische Fußpflege?
Medizinische Fußpflege setzt eine zweijährige staatliche Ausbildung nach dem Podologengesetz voraus und behandelt kranke Füße, etwa bei Diabetes, Nagelpilz oder eingewachsenen Nägeln. Im Preis stecken sterile Instrumentenaufbereitung, Befunddokumentation und Fortbildungspflicht. Die Krankenkassen kalkulieren diese Kosten selbst ein und vergüten die große Behandlung mit 51,92 Euro.
Quellen
- GKV-Spitzenverband — Anlage 2: Vergütung zum Vertrag nach § 125 Abs. 1 SGB V für Podologie (Preisvereinbarung ab 01.07.2026)
- GKV-Spitzenverband, E-Magazin 90 Prozent — Entbürokratisierung und Preisfortschreibung in der Podologie
- IQWiG (gesundheitsinformation.de) — Podologie (medizinische Fußbehandlung): Kostenübernahme und Zuzahlung
- Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO) — Heilmittelbericht 2024: Umsatzentwicklung der podologischen Therapie
Wissenschaftliche Studien
- Plank J, Haas W, Rakovac I, Görzer E, Sommer R, Siebenhofer A, Pieber TR (2003): Evaluation of the impact of chiropodist care in the secondary prevention of foot ulcerations in diabetic subjects. Diabetes Care, 26(6). PubMed 12766095
Weiterführende Artikel zum Thema Kosten
Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung, Diagnose oder Behandlung durch eine Podologin, einen Podologen oder eine Ärztin bzw. einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Praxis. Die hier beschriebenen Maßnahmen sind allgemeine Empfehlungen und können im Einzelfall abweichen.


