Beata Taha
Von Beata Taha
Staatlich geprüfte Podologin · Inhaberin der Podologie Berlin mit Praxen in Steglitz und Lichterfelde.
Geprüft: Juli 2026

Schmerzen an der Fußsohle haben in den meisten Fällen eine von vier Ursachen: eine gereizte Plantarfaszie an der Ferse (Plantarfasziitis, oft zusammen mit einem Fersensporn), ein abgesunkenes Fußgewölbe bei Schmerzen in der Fußmitte, einen Spreizfuß mit überlastetem Vorfußballen oder Druckstellen und Hornhaut, die auf tieferes Gewebe drücken. Wo genau es weh tut, verrät also schon sehr viel über die Ursache. In meiner Praxis in Berlin Steglitz frage ich deshalb als Erstes: Zeigen Sie mir bitte mit einem Finger, wo der Schmerz sitzt. Genau so gehen wir auch in diesem Ratgeber vor: Schmerzort für Schmerzort, von der Ferse bis zum Ballen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Schmerzort ist der wichtigste Hinweis: Ferse deutet auf Plantarfasziitis, Fußmitte auf Senkfuß oder Überlastung, Vorfuß auf Spreizfuß oder Metatarsalgie.
  • Laut IQWiG erkranken bis zu 10 von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Plantarfasziitis, der häufigsten Ursache für Schmerzen unter dem Fuß.
  • Erste Hilfe: passendes Schuhwerk, Entlastung, Fußgymnastik und Dehnübungen.
  • Halten die Schmerzen länger als zwei Wochen an, gehört der Fuß in professionelle Hände, zum Beispiel in die medizinische Fußpflege.

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen an der Fußsohle im Überblick

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen an der Fußsohle sind eine überlastete Plantarfaszie, Fußfehlstellungen wie Senkfuß und Spreizfuß, verdickte Hornhaut mit Druckstellen sowie Nervenreizungen wie das Morton Neurom. Nach Angaben des IQWiG erkranken bis zu 10 von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Plantarfasziitis. Damit ist die gereizte Sehnenplatte unter dem Fuß mit Abstand der häufigste Grund, warum Patienten mit Sohlenschmerzen zu mir kommen. Wie verbreitet Fußschmerzen insgesamt sind, zeigt die Framingham Foot Study (Menz et al. 2013): Von 1.544 untersuchten älteren Erwachsenen berichteten 19 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen über Fußschmerzen, und Betroffene waren in ihrer Beweglichkeit im Alltag deutlich häufiger eingeschränkt.

Dazu kommen Auslöser, die den ganzen Fuß betreffen: langes Stehen auf harten Böden, ungeeignete Schuhe, ein zu schneller Trainingsstart beim Laufen, Übergewicht oder eine verkürzte Wadenmuskulatur. Wie stark einzelne dieser Faktoren wiegen, hat eine Fall-Kontroll-Studie im Journal of Bone and Joint Surgery (Riddle et al. 2003) beziffert: Bei stark eingeschränkter Beweglichkeit im Sprunggelenk (Dorsalextension von 0 Grad oder weniger) war das Risiko für eine Plantarfasziitis deutlich erhöht (Odds Ratio 23,3), bei einem BMI über 30 ebenfalls (Odds Ratio 5,6), und wer den Großteil des Arbeitstags auf den Beinen verbringt, hatte ein 3,6-fach erhöhtes Risiko. Die eingeschränkte Beweglichkeit im Sprunggelenk erwies sich dabei als wichtigster Risikofaktor. Auch Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma können Schmerzen unter dem Fuß verursachen. Gerade bei Diabetes ist Vorsicht geboten, weil Nervenschäden Schmerzen verschleiern oder verstärken können. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur diabetischen Fußbehandlung.

Ein wichtiger Sonderfall: Wenn die Fußsohle vor allem morgens bei den ersten Schritten schmerzt und der Schmerz danach nachlässt, spricht das stark für eine Plantarfasziitis. Diesem Muster haben wir einen eigenen Ratgeber gewidmet: Fußschmerzen morgens beim Aufstehen.

Schmerzen an der Ferse: Plantarfasziitis und Fersensporn

Schmerzen unter der Ferse entstehen meistens durch eine Reizung der Plantarfaszie, also der kräftigen Sehnenplatte, die von der Ferse bis zu den Zehen zieht und das Fußgewölbe wie eine Spannfeder hält. Wird sie dauerhaft überlastet, entzündet sich ihr Ansatz am Fersenbein. Typisch ist ein stechender Schmerz direkt unter der Ferse, besonders morgens oder nach längerem Sitzen. Auf dem Röntgenbild zeigt sich bei vielen Betroffenen zusätzlich ein knöcherner Auswuchs, der bekannte Fersensporn. Er ist aber oft nur ein Begleitbefund, der eigentliche Schmerz kommt von der gereizten Faszie.

Wichtig zu wissen: Die Beschwerden bessern sich bei den meisten Betroffenen innerhalb einiger Monate, wenn der Fuß konsequent entlastet und gedehnt wird. Das IQWiG schätzt allerdings, dass 10 bis 20 von 100 Personen mit Plantarfasziitis länger als ein Jahr mit den Beschwerden zu tun haben. Genau deshalb lohnt es sich, früh gegenzusteuern statt abzuwarten. Wie die podologische Begleitung dabei aussieht, beschreibe ich ausführlich im Artikel Fersensporn und Plantarfasziitis.

Nicht jeder Fersenschmerz kommt von innen: Auch tiefe Hautrisse an der Ferse, sogenannte Rhagaden und Schrunden, können beim Auftreten deutlich schmerzen. Ein kurzer Blick auf die Hautoberfläche gehört deshalb immer zur Ursachensuche dazu.

Schmerzen unterm Fuß mittig: Fußgewölbe, Senkfuß und Überlastung

Schmerzen unterm Fuß mittig gehen in den meisten Fällen vom Fußgewölbe aus: Entweder ist die Plantarfaszie in ihrem mittleren Verlauf gereizt, oder das Längsgewölbe sinkt ab und die Strukturen darunter werden überdehnt. Betroffene beschreiben ein Ziehen oder Brennen im Bereich des Fußgewölbes, das nach langem Stehen oder Gehen zunimmt. Häufig steckt ein Knick-Senkfuß dahinter, der sich bei Erwachsenen oft schleichend entwickelt und lange unbemerkt bleibt.

In meiner Praxis sehe ich diese Beschwerden besonders oft bei Menschen, die beruflich viel stehen, etwa im Verkauf, in der Pflege oder in der Gastronomie. Der Fuß ist dann am Abend müde, das Gewölbe schmerzt, und barfuß auf hartem Boden wird das Gehen unangenehm. Wer solche Beschwerden kennt, findet in unserem Beitrag über Fußgewölbeschmerzen vertiefende Informationen.

Seltener, aber wichtig: Ein Ermüdungsbruch eines Mittelfußknochens oder eine Nervenkompression wie das Tarsaltunnelsyndrom können ebenfalls mittige Fußschmerzen auslösen. Bei einem umschriebenen, stechenden Schmerz mit Schwellung, der unter Belastung stetig zunimmt, sollte deshalb immer ärztlich abgeklärt werden, ob der Knochen betroffen ist.

Schmerzen Fußsohle Untersuchung: Podologe tastet Fußgewölbe und Plantarfaszie ab
Bei der podologischen Untersuchung wird das Fußgewölbe abgetastet, um die Schmerzursache einzugrenzen.

„Der Schmerzort ist die halbe Diagnose. Fersenschmerz am Morgen spricht für die Plantarfaszie, Brennen unter dem Ballen für einen Spreizfuß und Ziehen im Gewölbe für ein absinkendes Fußgewölbe. Wer mir zeigt, wo genau es weh tut, dem kann ich meist schon beim ersten Termin die wahrscheinliche Ursache nennen.“

— Beata Taha, staatlich geprüfte Podologin

Schmerzen unterm Fuß vorne: Spreizfuß, Metatarsalgie und Morton Neurom

Schmerzen unterm Fuß vorne, also unter dem Ballen, entstehen am häufigsten durch einen Spreizfuß: Das vordere Quergewölbe sinkt ab, die mittleren Mittelfußköpfchen tragen plötzlich die Hauptlast und melden sich mit Druckschmerz und Brennen. Mediziner sprechen von einer Metatarsalgie. Typisch sind auch vermehrte Hornhautschwielen genau unter dem Ballen, denn die Haut versucht, den erhöhten Druck abzupuffern. Warum das passiert und was dagegen hilft, erkläre ich im Detail in unserem Ratgeber zum Spreizfuß.

Eine Sonderform ist das Morton Neurom: eine gutartige Verdickung eines Nervs zwischen den Mittelfußknochen, meist zwischen der dritten und vierten Zehe. Betroffene beschreiben einschießende, brennende Schmerzen, manchmal mit Kribbeln in den Zehen, und das Gefühl, auf einer Falte in der Socke zu laufen. Enge Schuhe verstärken die Beschwerden deutlich, das Ausziehen der Schuhe bringt oft spürbare Erleichterung.

Beim Vorfußschmerz spielen Schuhe eine größere Rolle als an jedem anderen Schmerzort. Hohe Absätze und enge, spitze Schuhe verlagern das Körpergewicht auf den Ballen und drücken die Mittelfußknochen zusammen. Wer regelmäßig Schmerzen unterm Vorfuß hat, sollte zuerst kritisch ins Schuhregal schauen. Unsere 7 Profi-Tipps für den Schuhkauf helfen dabei. Auch ein beginnender Hallux valgus verändert die Druckverteilung im Vorfuß und kann Ballenschmerzen mit verursachen.

Fußschmerzen an der Innenseite: Was dahinter steckt

Fußschmerzen an der Innenseite entstehen meist dort, wo das innere Längsgewölbe am stärksten arbeitet: am inneren Rand der Plantarfaszie, an der Sehne des hinteren Schienbeinmuskels oder am inneren Fersenansatz. Ein Knick-Senkfuß ist hier der Klassiker: Die Ferse knickt nach innen, die Sehne an der Fußinnenseite wird überdehnt, und es zieht vom Innenknöchel bis in die innere Fußsohle. Auch die Plantarfasziitis strahlt bei vielen Betroffenen eher zur Innenseite der Ferse aus als exakt in die Mitte.

Druckstellen spielen an der Innenseite ebenfalls eine Rolle, etwa am Großzehenballen, wenn Schuhe dort reiben oder eine Fehlstellung den Druck erhöht. Verdächtige Stellen sollten Sie ernst nehmen, bevor sich Hornhaut oder ein Hühnerauge bildet. Wie Sie Druckstellen am Fuß erkennen und entschärfen, lesen Sie im verlinkten Beitrag. Hartnäckige Verhornungen entfernen wir schonend im Rahmen der professionellen Hornhautbehandlung.

Selbsttest: Woher kommen Ihre Schmerzen an der Fußsohle?

Mit vier einfachen Fragen können Sie die Ursache Ihrer Fußsohlenschmerzen gut eingrenzen. Der Test ersetzt keine Diagnose, gibt Ihnen aber eine klare Richtung:

  1. Wann tut es weh? Stechender Schmerz bei den ersten Schritten am Morgen, der dann nachlässt: Das spricht für eine Plantarfasziitis. Schmerz, der im Laufe des Tages zunimmt: eher Überlastung oder Fehlstellung.
  2. Wo genau tut es weh? Drücken Sie mit dem Daumen die Fußsohle ab. Ein Punktschmerz unter der Ferse deutet auf die Plantarfaszie, Druckschmerz unter den mittleren Zehenballen auf einen Spreizfuß.
  3. Wie fühlt sich der Schmerz an? Dumpf und ziehend spricht für Überlastung von Sehnen und Gewölbe. Brennend, elektrisierend oder mit Kribbeln in den Zehen spricht für eine Nervenreizung wie das Morton Neurom.
  4. Was sehen Sie? Deutliche Hornhautschwielen unter dem Ballen sind ein Hinweis auf falsche Druckverteilung. Rötung, Schwellung oder Überwärmung sind Warnzeichen für eine Entzündung und gehören ärztlich abgeklärt.

Ein zusätzlicher Blick lohnt sich auf Ihre alten Schuhe: Einseitig abgelaufene Sohlen und ausgetretene Innenränder verraten Fehlstellungen oft zuverlässiger als jeder Fragebogen.

Vergleichstabelle: Schmerzort, typische Ursache und erste Hilfe

Die folgende Tabelle fasst zusammen, welche Ursache hinter welchem Schmerzort steckt, was Sie selbst zuerst tun können und wann der Fuß in professionelle Hände gehört:

Schmerzort Typische Ursache Was zuerst hilft Wann zum Profi
Ferse (unten) Plantarfasziitis, Fersensporn Waden und Fußsohle dehnen, Fersenpolster, harte Böden meiden Wenn der Anlaufschmerz länger als 2 Wochen anhält
Mittig / Fußgewölbe Senkfuß, überlastete Plantarfaszie Fußgymnastik, Stehen unterbrechen, stützende Schuhe Bei täglichen Beschwerden oder sichtbar absinkendem Gewölbe
Vorne / Ballen Spreizfuß, Metatarsalgie, Morton Neurom Flache, weite Schuhe mit weicher Sohle, Zehen spreizen üben Bei Brennen, Kribbeln oder zunehmender Hornhaut unter dem Ballen
Innenseite Knick-Senkfuß, gereizte Sehne, Druckstellen Entlasten, Schuhwerk prüfen, Fußmuskulatur kräftigen Wenn die Ferse sichtbar nach innen knickt oder der Schmerz ausstrahlt
Hautoberfläche (überall) Hornhaut, Schwielen, Hühnerauge, Warze Druckquelle beseitigen, Haut pflegen, nicht selbst schneiden Sofort bei Diabetes, sonst wenn die Stelle beim Gehen schmerzt

Was hilft bei Schmerzen an der Fußsohle? Erste Maßnahmen für zu Hause

Gegen Schmerzen an der Fußsohle helfen zuerst drei Dinge: Entlastung, Dehnung und besseres Schuhwerk. Konkret bedeutet das: harte Böden und lange Stehphasen vorübergehend reduzieren, die Wadenmuskulatur und die Fußsohle täglich dehnen und Schuhe mit ausreichend Dämpfung und Platz für die Zehen tragen. Viele Patienten unterschätzen, wie viel eine tägliche Routine von wenigen Minuten bewirkt. Unsere Anleitung Starke Füße in 5 Minuten zeigt sieben einfache Übungen, die Sie ohne Geräte zu Hause machen können.

Bewährt haben sich außerdem das Rollen der Fußsohle über einen kleinen Ball, kalte Auflagen bei akuter Reizung und, je nach Befund, individuell angepasste Einlagen vom Orthopädietechniker. Bei Fehlstellungen wie Senkfuß oder Spreizfuß gehören Einlagen zu den wirksamsten Bausteinen, weil sie den Druck dorthin zurückverlagern, wo der Fuß ihn tragen kann. Eine Meta-Analyse im British Journal of Sports Medicine mit 19 Studien und 1.660 Teilnehmern (Whittaker et al. 2018) zeigt, dass Einlagen plantaren Fersenschmerz mittelfristig wirksamer lindern als Schein-Einlagen. Interessant dabei: Zwischen maßgefertigten und konfektionierten Einlagen fand die Auswertung keinen Unterschied. Geduld gehört allerdings dazu: Die Strukturen der Fußsohle brauchen in der Regel mehrere Wochen, bis sich eine Reizung beruhigt.

Hilfe bei Schmerzen an der Fußsohle: Fußgymnastik mit Handtuch neben orthopädischen Einlagen
Fußgymnastik und passende Einlagen gehören zu den wirksamsten ersten Maßnahmen gegen Fußsohlenschmerzen.

„Aus meiner Erfahrung machen viele Betroffene denselben Fehler: Sie schonen den Fuß komplett und hoffen, dass der Schmerz von allein verschwindet. Die Fußsohle braucht aber beides, Entlastung von falschem Druck und gezielte Kräftigung. Wer nur wartet, verliert Muskulatur und der Schmerz kommt beim nächsten Spaziergang zurück.“

— Beata Taha, staatlich geprüfte Podologin

Wann zum Podologen, wann zum Arzt?

Als Faustregel gilt: Zum Podologen gehören alle Beschwerden, die von Haut und Nägeln ausgehen oder mit Druckstellen zu tun haben, zum Arzt gehören Schmerzen aus Knochen, Gelenken, Sehnen und Nerven. Ich untersuche in der medizinischen Fußpflege die Druckverteilung, entferne schmerzhafte Verhornungen, behandle Hühneraugen und erkenne Fehlstellungen oft früher, als sie den Betroffenen selbst auffallen. Bei Verdacht auf Plantarfasziitis, Ermüdungsbruch oder Morton Neurom arbeite ich mit Orthopäden zusammen, denn dann braucht es Bildgebung und eine ärztliche Diagnose.

Direkt ärztlich abklären lassen sollten Sie Fußsohlenschmerzen, wenn eines der folgenden Warnzeichen dazukommt: deutliche Schwellung oder Bluterguss, Rötung mit Überwärmung, Fieber, ein Taubheitsgefühl, Schmerzen nach einem Umknicken oder Sturz sowie Schmerzen, die in Ruhe oder nachts auftreten. Für Menschen mit Diabetes gilt eine strengere Regel: Jede neue schmerzhafte oder offene Stelle am Fuß gehört zeitnah in ärztliche oder podologische Kontrolle, wie auch das IQWiG zum diabetischen Fuß betont. Bei plötzlichen, starken Beschwerden hilft unser Notfall-Service für akute Fußschmerzen in Berlin.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?

Ja, in bestimmten Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die podologische Behandlung als Heilmittel. Voraussetzung ist eine ärztliche Heilmittelverordnung, die es unter anderem beim diabetischen Fußsyndrom sowie bei bestimmten Nerven- und Durchblutungsstörungen gibt. Die Einzelheiten regelt die Heilmittel-Richtlinie, einen guten Überblick bietet die AOK zur podologischen Therapie. Wie Sie an ein solches Rezept kommen, erkläre ich Schritt für Schritt im Beitrag Podologie auf Rezept.

Einlagen werden bei nachgewiesenen Fußfehlstellungen ebenfalls häufig von der Kasse bezuschusst, hier stellt der Orthopäde die Verordnung aus. Wer keine Verordnung hat, kann alle Behandlungen selbstverständlich als Selbstzahler in Anspruch nehmen. Die Kosten finden Sie transparent in unserer Preisliste.

Fazit: Schmerzen an der Fußsohle ernst nehmen, aber gezielt handeln

Schmerzen an der Fußsohle sind häufig, gut einzuordnen und in den meisten Fällen gut behandelbar, wenn Sie den Schmerzort richtig deuten: Ferse spricht für die Plantarfaszie, Fußmitte für das Gewölbe, Vorfuß für Spreizfuß oder Nervenreizung, Innenseite für einen Knick-Senkfuß. Mit Entlastung, Dehnung, passenden Schuhen und Fußgymnastik lässt sich vieles selbst erreichen. Bleiben die Beschwerden länger als zwei Wochen oder kommen Warnzeichen dazu, holen Sie sich professionelle Hilfe. In unserer Podologie-Praxis in Berlin Steglitz schauen wir uns Ihre Füße gründlich an, finden die Druckursache und begleiten Sie auf dem Weg zurück zu beschwerdefreiem Gehen. Einen Überblick über alle Behandlungen finden Sie auf unserer Seite Leistungen.

Häufige Fragen zu Schmerzen an der Fußsohle

Was bedeutet es, wenn die Fußsohle schmerzt?

Schmerzen an der Fußsohle bedeuten meist, dass eine Struktur unter dem Fuß überlastet ist: An der Ferse ist es typischerweise die Plantarfaszie, in der Fußmitte das Fußgewölbe, unter dem Ballen ein Spreizfuß oder eine Nervenreizung. Der genaue Schmerzort gibt den wichtigsten Hinweis auf die Ursache.

Was kann man gegen Schmerzen an der Fußsohle tun?

Zuerst helfen Entlastung, tägliche Dehnübungen für Wade und Fußsohle sowie Schuhe mit Dämpfung und ausreichend Platz. Ergänzend wirken Fußgymnastik, das Rollen der Sohle über einen Ball und bei Fehlstellungen individuell angepasste Einlagen. Bessert sich nach zwei Wochen nichts, sollte die Ursache professionell abgeklärt werden.

Wann sollte man mit Schmerzen unterm Fuß zum Arzt?

Zum Arzt sollten Sie bei Schwellung, Bluterguss, Rötung mit Überwärmung, Fieber, Taubheitsgefühl, nach einem Sturz oder Umknicken sowie bei Ruhe- und Nachtschmerz. Auch Beschwerden, die trotz Entlastung länger als zwei Wochen anhalten, gehören abgeklärt. Menschen mit Diabetes sollten jede neue schmerzhafte Stelle zeitnah kontrollieren lassen.

Warum schmerzt die Fußsohle morgens beim Auftreten?

Morgendlicher Anlaufschmerz unter der Ferse ist das Leitsymptom der Plantarfasziitis. Über Nacht verkürzt sich die gereizte Sehnenplatte unter dem Fuß, bei den ersten Schritten wird sie ruckartig gedehnt und schmerzt stechend. Nach einigen Minuten Bewegung lässt der Schmerz meist nach, kehrt aber nach längerem Sitzen zurück.

Was bedeuten Schmerzen unterm Fuß mittig?

Schmerzen unterm Fuß mittig gehen meist vom Fußgewölbe aus: Entweder ist die Plantarfaszie in ihrem Verlauf gereizt oder ein Senkfuß überdehnt die Strukturen unter dem Fuß. Seltener stecken ein Ermüdungsbruch eines Mittelfußknochens oder eine Nervenkompression dahinter, vor allem wenn der Schmerz punktuell ist und unter Belastung zunimmt.

Quellen

Wissenschaftliche Studien

  • Whittaker GA, Munteanu SE, Menz HB, Tan JM, Rabusin CL, Landorf KB (2018): Foot orthoses for plantar heel pain: a systematic review and meta-analysis. British Journal of Sports Medicine, 52(5), 322–328. PubMed
  • Riddle DL, Pulisic M, Pidcoe P, Johnson RE (2003): Risk factors for plantar fasciitis: a matched case-control study. The Journal of Bone and Joint Surgery. American Volume, 85(5), 872–877. PubMed
  • Menz HB, Dufour AB, Casey VA, Riskowski JL, McLean RR, Katz P, Hannan MT (2013): Foot pain and mobility limitations in older adults: the Framingham Foot Study. The Journals of Gerontology, Series A: Biological Sciences and Medical Sciences, 68(10), 1281–1285. PubMed

 

Medizinischer Hinweis

Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung, Diagnose oder Behandlung durch eine Podologin, einen Podologen oder eine Ärztin bzw. einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Praxis. Die hier beschriebenen Maßnahmen sind allgemeine Empfehlungen und können im Einzelfall abweichen.

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